Buch: Allein unter Doppel-Whoppern von Reymer Klüver

21. Mai 2011

Auszug:

Wie alle Amerikaner gerät unsere Freundin Amy gerne ins schwärmen, wenn sie über Europa spricht. In Deutschland war sie zwar noch nie, aber dafür und Frankreich. Das Essen! Das Mittelmeer! Amy will unbedingt auch einmal nach Santorin – die griechische Insel liegt ja quasi dirket neben Frankreich; jedenfalls aus amerikanischer Sicht.

Wenn es nach mir ginge, würde ich mir einen VW Käfer kaufen, die Koffer packen -zumindest so viele, wie in den Kofferraum passen- und dann fahre ich die Welt erkunden. Die Pyramiden in Ägypten, Cäsar in Rom und die Kinder in Indien besuchen, welche unser aller Klamotten nähen. Vielleicht nehme ich mir sogar eins mit. Wenn ich das fertig habe, schipper ich mit dem Kahn nach Amerika und fahre die Route 66. Von Los Angeles nach Chicago und vielleicht auch wieder zurük mit einem Abstecher nach New York und Florida.

Ich liebe Auswandersendungen, ich liebe Geschichten von mutigen Auswanderern, ich kenne die Katzenberger seit der ersten Vox-Show und fand sie schon damals toll. Als ich vor einiger Zeit mal in meinem zweiten Zuhause, dem Bücherladen unterwegs war, fiel mir „Allein unter Doppel-Whoppern“ von Reymer Klüver in die Finger und ich konnte es auch nicht mehr zurück legen.

Klappentext:

Amerika-Korrespondent Reymer Klüver zieht mit seiner Frau und den drei Kindern nach Washington, D.C. Dort möchte er unbedingt Barack Obama treffen. Doch das ist gar nicht so einfach. Erst mal entdecken Familie Klüver und ihr Hund Dakota ihre neue Heimat. Sie wundern sich über die Barbecue-Leidenschaft der Amerikaner und begegnen einem FBI-Agenten vor der eigenen Haustür. Und dann ist Mr. President beim jährlichen Correspondents-Dinner endlich in greifbarer Nähe. Die lustigen Abenteuer einer deutschen Familie im Land der großen Freiheit.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Neben einigen typischen amerikanischen Klischees, wie fette Menschen bei Mc Donalds, werden auch Themen angesprochen, die man beim Auswandern nicht sofort bedenkt, beispielsweise, dass man kein Alkohol auf der Straße trinken darf oder dass die Kirche in Amerika einen größeren Stellenwert hat, als in Deutschland.
Das Buch beginnt mit der Ankunft in Washington. Die erste Hürde, mit der Familie Klüver, dazu zählt seine Frau Martina und die drei Kinder, zu kämpfen haben ist die Hitze. „Vom Elbstrand prompt in die Wüste Sahara.“ So beschriebt Klüver die Situation. Bei Ausflügen bekommt nicht nur seine Familie, auch der Leser Einblicke in die Geschichte Amerikas. Was ist beispielsweise an den Orten, die sie besucht haben früher passiert?! Allerdigs sind diese Auszüge nicht nur für seine Familie, auch den Leser nicht das spannendste am Buch, wenn man nicht wirklich ein Faible für die Geschichte Amerikas hat.

Fazit: Ein bisschen fehlt mir das Persönliche in dem Buch. Haben die Kinder nie Heimweh gehabt? Wie lange will er in den USA bleiben? Warum wollte er schon immer da hin? Man merkt, dass er Journalist ist und kein Autor, denn jede Situation wird aus einer gewissen Distanz beschrieben. Man fühlt sich nicht wirklich als ein Teil der Familie, was ich persönlich wirklich schön gefunden hätte.

Nichts desto Trotz, ein interessantes Buch mit einigen Lachern und einen blick hinter die Kulissen von Amerika bekommt mal allemal.

So, drei Plätz sind in meinem Käfer noch frei, wer kommt mit?
Gruß und Kuss und

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2 Comments

  • Reply Flo 22. Mai 2011 at 12:43

    Ich! Ich! Ich!

  • Reply snoevit 23. Mai 2011 at 20:18

    ich fahr auch mit ;)

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