Bucket List 2018: #domore

16. Januar 2018

Auch wenn das Jahr schon begonnen hat und ich meinem Ritual nach, mich zwischen Weihnachten und Silvester mit meinem Kalender zu verkriechen, schon längst einen Überblick über das kommende Jahr haben sollte, habe ich keine Ahnung. Weder was das vergangene Jahr so wirklich gebracht hat, noch was das kommende Jahr bringen soll. Dieser Zustand hat sich schon durch ganz 2017 gezogen. Ich machte fast ausschließlich Dinge, die gemacht werden mussten… schmiss irgendwann alle eigenen Pläne über Bord und rannte meinem Kalender hinterher. Und genau das ist mein einziger Punkt auf der Bucket List 2018. #domore of what makes you happy. In meinem Fall bedeutet das, das Gegenteil von dem, womit ich 2017 meine Zeit verschwendet hab. Weniger muss und sollte, mehr Spontanität.

Was ist aus meiner Bucket List 2017 geworden?

Fokussieren wir uns erst garnicht auf all das, was in 2017 nicht war. Denn davon gab es eine ganze Menge. Große Pläne, die zwar im Kopf perfektioniert wurden, in die Realität aber nicht reinpassten. Keine Zeit, kein Geld und ein völlig falsches handling der Prioritäten. Leben in der Vergangenheit an der man noch zu nagen hatte oder die Spinnereien einer goldenen Zukunft. Wie schnell passiert es, dass man das „Hier und Jetzt“ aus den Augen verliert und stattdessen in seinem Gedankenschloss herumgeistert? Man überlegt, was man am nächsten Tag, in der nächsten Woche oder den Rest des Jahres noch erledigen will und muss und verliert die Realität völlig aus den Augen. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte habe ich mehr und mehr darauf geachtet, nicht immer gedankenversunken an der Haltestelle zur Realität vorbeizufahren. Es funktionierte. Meistens zumindest. Fokussieren wir uns also lieber darauf, was war.

Das Kelly Konzert: Michael Patrick Kelly, Konzerthalle Dortmund

Mein kleines größtes Highlight aus 2017 fand Ende November statt. Ich habe nach 21 Jahen endlich wieder einen Kelly live sehen. Die erste große Liebe aus Kindergarten und Grundschule vergisst man nämlich nicht. Und verlernt hat Michael Patrick Kelly auch in den vergangenen 20 Jahren nichts. Im Gegenteil. Der Tourauftakt in Dortmund war gänzlich gelungen und er machte gute 2,5 Stunden mit neuen Liedern und einigen alten Klassikern Stimmung, sodass selbst mein Herz hin und wieder in die Hose rutschte und die Augen eventuell etwas nass waren. Aber nur ein bisschen!Michael Patrick Kelly Konzerthalle Dortmund Bucket List 2018

Und auch dort im Konzerthaus Dortmund war das „Hier und Jetzt“ Thema. Ich bin Kopfmensch, ich denke immer und überall, über jeden Scheiß nach. Doch wenn da vorne DER Kelly steht, dann hat das Hirn für eine kurze Zeit Sendepause. Ich habe an diesem Abend weder an die Vergangenheit gedacht, noch an die Zukunft, sondern war „hier“. Also dort. Und was soll ich sagen? Es war großartig, so ganz ohne Gedanken. Solltet ihr auch nur den kleinsten Funken Kelly-Fan in euch tragen, dann geht hin. Dieses Jahr ist er immer mal wieder unterwegs.

Michael Patrick Kelly Konzerthalle Dortmund Bucket List 2018 Michael Patrick Kelly Konzerthalle Dortmund Bucket List 2018

London vor Weihnachten

Weniger ein Vorsatz, mehr so ein Wunsch, war der Tripp nach London. Ich liebe diese Stadt. Das dritte Jahr in Folge ging es nun in die britische Hauptstadt. Mit dem London Trip verknüpfte ich einige Tage zuvor in Bath und es fühlte sich im Zug auf dem Weg nach London ein bisschen an, wie nach Hause kommen. So richtig und so einfach. Mal eben in die richtige Underground springen und ganz einfach Abends um halb 11 im LEON ums Ecke, einen Salat und Pommes holen. Es tat gut. Trotz des ganzen Weihnachtsgedöns‘, das überall rumhängt und alles noch hübscher aussehen lässt, als es ohnehin schon ist. Weihnachtsdeko können sie ja, die Briten. Und Brücken…Albert Bridge London Vauxhall Bucket List 2018

London Oxford Street Bucket List 2018

Mein Highlight? Wenn man als Grinch durch die hübsch geschmückten Straßen Londons stapft und den Weihnachtsmann mit seinen Engeln am liebsten zum Nordpol zurück schießen würde, dann tut man gut daran, sich abzulenken. Und das funktioniert wie am besten? In meinem Fall mit Musicals. Vor allem in London hat man die freie Auswahl. Vor zwei Jahren sah ich Wicked und es ist noch heute mein all-time-favorite. Diesmal ging es in Aladdin. Allein schon um einen Blick ins Prince Edward Theater werfen zu können, haben sich die 25 Pfund gelohnt. Ok, Aladdin war auch ziemlich gut. Sehr sogar.

Prince Edward Theater Bucket List 2018

Best buys in 2017:

Was ich die letzten Wochen fast ausschließlich auf Youtube schaute? „Best Buys of 2017“ bzw. „What I bought in 2017 as a minimalist“. Ich habe mir für 2018 ganz fest vorgenommen, alles aufzuschreiben, wofür Geld drauf geht. Nach den vergangenen zwei Wochen gebe ich auf. Den Überblick hab ich schon jetzt nicht mehr und ein rotes Konto noch dazu. Den richtigen Umgang mit Geld nehme ich mir dann für 2019 vor.

Meine Best Buys: 

Reviews?

Bucket List 2018: Und nu?

Nachdem das vergangene Jahr ein Reinfall war, werde ich mir für dieses Jahr nichts vornehmen. Kein ich will, kein ich würde gerne, kein ich muss, kein ich hätte und auch kein ich könnte. Ich versuchs dieses Jahr mit Spontanität. Und das ist vermutlich der größte Vorsatz überhaupt, denn ich bin überhaupt nicht spontan!

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