Coffee break: Entscheidungen

30. März 2017

„Was mache ich denn, wenn alles in die Hose geht?“ – „Was passiert aber, wenn alles läuft wie es soll?“ 

Entscheidungen sind eine Sache für sich. Will denen oder jenen Job? Den kurzen oder den langen Schlafanzug? Selbst die Entscheidung ob man sich den Skinny Bitch Salat oder die fette Pizza gönnt, ist eine Entscheidung, die man vermutlich nicht aus dem Bauch heraus trifft, sondern kurz überlegt, wie lange man sich für die Pizza auf dem Crosstrainer quälen muss, damit sie keine Konsequenzen hat.

Ich plane furchtbar gerne. Ich denke manchmal zu viel nach; vor allem über ungelegte Eier. Ich bin schlicht gerne auf alles vorbereitet. Auch auf die Stunde auf dem Crosstrainer. Denn es macht mich wahnsinnig, nicht jede Konsequenz zu kennen. Und trotzdem wünschte ich, ich würde einfach kopflos durchs Leben gehen…

Decision Buoy

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Wieso ist das Vertrauen in sich und seine Handlungen zu haben so schwer? Zu vertrauen, dass alles gut wird. Zu vertrauen, dass man die richtigen Entscheidungen getroffen hat, auch wenn sie sich falsch anfühlen. Können es überhaupt die richtigen Entscheidungen gewesen sein, wenn sie sich doch irgendwie nicht richtig anfühlen? Richtig und doch falsch? Gewisse Entscheidungen bedeuten Veränderungen. Ich mag Veränderung. Veränderungen bringen meist neue Perspektiven und neue Perspektiven sind immer eine Bereicherung des eigenen Horizonts.

Kann man lernen, richtige Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen?

„Du bist halt verkopft!“ Grandios. Will ich aber nicht. Kopfmensch sein, ist furchtbar anstrengend. Und Zeitraubend. Was man alles mit seinem Hirn hätte anstellen können, wenn es nicht damit beschäftigt gewesen wäre, sich Gedanken über Gedanken zu machen. Nicht zu wissen ob man jetzt rechts ist links gehen soll, wo ist der Berg, wo ist die Klippe, kann einen schon mal wahnsinnig machen!? Ich habe keine Angst vor Konsequenzen. Sie sind ein notwendiges Übel, nerven und sind zeitraubend, aber ok. Für gewöhnlich treffe ich meine Entscheidungen so, dass ich weiß, welche Konsequenzen auf mich zukommen könnten. Ich bin nicht der „Joar, mal gucken was passiert!“-Typ. Wenn ich mich entscheide, dann zu 110%. Und das verlange ich von meinem Gegenüber, wenn vorhanden, genau so. Aber erstmal zu dieser Entscheidung zu kommen… Halleluja.

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„Focus on what could go right!“

Dies schrieb ich letztens mal wieder in meinen Kalender. Als kleine Erinnerung. Und selbst, wenn die Entscheidung die Falsche war. Es ist nicht das Ende der Welt. Auch die schlechteste Entscheidung bringt eine Erkenntnis. Nicht heute, vielleicht auch nicht morgen, aber irgendwann. Irgendwann steht man vor einer ähnlichen Situation und weiß, welcher Weg die vermutlich klügere Entscheidung ist. Wichtig ist, egal welche Entscheidung man trifft und ist sie noch so falsch, sich selbst daran aufzuhängen und sich immer und immer wieder darüber zu ärgern, wie dumm man doch war, bringt nichts.

Dieser Text spiegelt haargenau wieder, wie es aktuell in meinem Kopf aussieht. Ein heilloses Chaos mit zich Baustellen über die ich mir den Kopf zerbreche.

Das musste raus!

 ☮

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2 Comments

  • Reply Kathi 31. März 2017 at 13:53

    Kopfmensch zu sein IST furchtbar anstrengend. Es ist ermüdend. Es macht einen wahnsinnig.
    Es hat sicher auch Vorteile, sie fallen mir nur gerade nicht ein. Ich wünschte manchmal auch, ich könnte meinen Kopf ausschalten. Ich habe gerade eine Person an meiner Seite, die sich schwer tut, die Hälfte meiner Gedanken ernsthaft nachzuvollziehen. Aber ich sage dir eines: Focus on what could go right ist schon mal die halbe Miete, davon bin ich überzeugt. Außer beim Bungee Jumping. Da geht das beim besten Willen nicht.
    Alles Liebe,
    Kathi

    • Reply Lara 3. April 2017 at 22:44

      Ich glaube, als Kopfmensch ist man etwas besser auf Situationen vorbereitet.
      Man hat sie schließlich schon in allen Varianten durchdacht.
      Mehr Positives fällt mir grad aber auch nicht ein.

      <3

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