Ein Montag Morgen

13. Dezember 2010
Das Teekesselchen zu „unspontan“ ist „Isabella Blume“. Ich brauche Pläne und Listen und eine Reihenfolge im Kopf, an die ich mich im Endeffekt oft nicht halte, aber ich brauche das alles. Gestern Abend machte ich mir also den Plan, heute noch vor der Putzfrau aufzustehen, zu duschen und um kurz vor 10 in die Stadt zu fahren. Bis zum ‚kurz vor 10‘ klappe alles wie am Schnürchen. Es ist schön wenn ein Plan funktioniert. Vor der Haustür rannte ich dann quasi in 2 Polizistinnen rein. „Ich wars nicht.“ Sie suchten meinen Nachbarn. Viel Glück. 
Beim Auto kratzen stellten sich dann 2 Krankenwagen vor die Einfahrt. Dazu noch 2 Feuerwehrwagen. Fein. Kann ich ja wieder nach oben gehen und Frühstücken. Es war mittlerweile schon kurz nach 10. Mein Plan. Panik. 
Auch als mein Frühstück beendet war, machten die Freunde in Orange nicht die anstalten zu gehen. Die Putzfrau kam dann auf die gloreiche Idee, dass ich mit dem Auto von meinem Bruder fahren soll. Er habe ja frei. Blöder Plan, aber hauptsache was fahrbares unter dem Hintern. Also wieder runter. Der Hausflur hatte was von Kneipe. Mjammi. Die Götter in weiß, standen im Hausflur und lasen Zeitung und Prospekte, die dort herum lagen. Aber die Krankenwagen wurden nicht weggefahren.
Auto Nummer 2 ist schon über 15 Jahre alt und daher auch nicht ganz so leicht auf zu bekommen, sobald es ein bisschen friert, geht da nichts mehr. So stand ich also vor einem nicht auf zu bekommenen Auto. und war kurz vorm heulen. Ich hasse es, wenn mein Plan nicht funktioniert. Dass die Uhr schon fast halb 11 zeigte, machte die Sache auch nicht besser. 
„Kann ich die nicht fragen, ob die ihre Krankenwagen ein Stück an die Seite fahren können, damit ich aus der Einfahrt raus komme?“
„Sowas tut man nicht!“
„Aber die lesen sowieso nur Zeitung!“
„Trotzdem!“
Danke Mama!
Mit ein bisschen gut zureden und der ein oder anderen Streicheleinheit klappte das Öffnen der Tür trotzdem irgendwann. Und juchu, Brüderchen hat Scheibenenteiser im Auto liegen. Mit einmal ums Auto rennen und die Scheiben einsprühen war es aber trotzdem nicht getan. Zum einen rastete die Tür nicht mehr ein, egal ob das Auto abgeschlossen war, oder nicht, die scheiß Fahrertür wollte einfach nicht mehr zu gehen, und zum anderen, waren die Scheiben innen, auch noch alle vereist. Mein Bruder ist auch kein spießiger Eiskratzerbesitzer, nein, er kratzt mit einer alten CD Hülle. 
Dass mir in der Zeit Freuerwehr und Krankenwagen entgegen kamen, muss ich jetzt nicht erwähnen, oder?
Also, das alte Auto vor die Haustür stellen (natürlich innen erstmal ein Loch in die Windschutzscheibe kratzen und mit einer Hand aber die Tür zu halten), mein <3 aus der Einfahrt fahren, den Alten in die Einfahrt fahren und mit meinem <3 eine Stunde zu spät richtung Stadt düsen. 
Das nächste mal frage ich den Gott in weiß, ob er sein Auto an die Seite fahren kann.
Gruß und Kuss und

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2 Comments

  • Reply Flo 13. Dezember 2010 at 15:02

    ’ne alte CD-Hülle zum Scheiben freikratzen. Lacher des Tages! :D

  • Reply Flo 13. Dezember 2010 at 15:53

    Na, jetzt hab ich meinen 1. Sollte ich nach Berlin ist das der 2. und wenn ich dann wieder die Schule wechsel ist das der 3. Oder seh ich das falsch?

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