Mailand für Anfänger

Oder aber: Das weiß auch Google nicht

25. April 2016

Wenn ich weiß, ich steige in ein Flugzeug, dann recherchiere ich vorher alles mögliche über mein Ziel. Welche U-Bahnen gibt es und wo führen sie mich hin? Welche Stationen sind am idealsten gelegen, wie heißen die gängigen Supermärkte und Drogerien? Wie sieht das Logo der Apotheke aus? Wo sind die Sehenswürdigkeiten? Worauf habe ich eigentlich Bock? Bis wann kann ich Schisser mich guten Gewissens draußen herum treiben, vor allem aber, kann ich das Leitungswasser trinken? …und eigentlich alles weitere unnötige, was man mit einem Blick vor Ort vermutlich selbst rausfinden könnte. Ich bin absolut nicht spontan und gerne auf jede Situation vorbereitet. Jede. Aber es gibt einige Dinge, die weiß auch das Internet nicht, oder ich weiß nicht, dass ich mich danach erkundigen könnte/sollte. Und mal ehrlich: Wer hat Bock, sich hunderte Kommentare auf Bewertungsportalen durchzulesen? Wenn bei den ersten Kommentaren nicht das Schlagwort auftaucht, welches man beim überfliegen sucht oder das für einen irgendwie relevant erscheint, dann liest man auch nicht weiter.

Heute gibts also einige Tipps aus Mailand, die mich vorher fast wahnsinnig gemacht haben, weil Google einfach keine Antwort für mich hatte oder ich erst vor Ort heraus fand:

isabella-blume-duomo-milan-mailand-italien-italy-vegan-travelblogger

  • Kauft euch vorher kein Busticket für den Transfer von Bergamo nach Mailand. Am Flughafen stehen x Busse herum bei denen man sofort ein Ticket für 5 Euro kaufen kann. Und man weiß ohnehin nicht, wann der Flieger genau landet. Alternativ kann man auch einfach mit der falschen Uhrzeit auf dem Ticket zum Bus gehen, wie ich es auf der Rückfahrt tat. Und es interessierte niemanden. Auch die Fahrt war gut. Weder morgens noch im Feierabendverkehr hatte der Bus Verspätung. Meine größte Sorge, dass der Bus irgendwo in der Gegend herum im Stau steht und ich den Flieger verpasse war mal wieder unbegründet.
  • Die Ticketautomaten in der Metro mögen keine großen Scheine. Für ein 2-Tage-Tagesticket, welches 8,25 Euro kostet, nimmt der Automat maximal 9,50 Euro. Das Tagesticket für einen Tag kostet 4,50 Euro und deckt eigentlich den Großteil Mailands ab. Hier eine Karte.

isabella-blume-navigli-milano-italy-mailand-vegan-unterwegs-travelblogger

  • Wer zuerst kommt, hat weniger Touristen im Bild. Das gilt vermutlich für alle Touristen-Spots. Überall. In jeder Stadt. Aber ich fands besonders unangenehm auf dem Dom, wenn man auf den ohnehin schon engen Treppen auch noch Gegenverkehr hat. Es hält auf und für Menschen mit Platzangst sicher kein schönes Erlebnis. Solltet ihr also planen, auf den Dom zu klettern, dann kauft in dem Fall die Tickets wirklich online, geht früh morgens hin und drängelt euch erst danach durch die volle Innenstadt.
  • Die meisten Buden mit Postkarten verkaufen auch direkt Briefmarken. Wie praktisch. Aber aufgepasst, die GPS Briefmarken, die dort verkauft werden, gehören nicht in die roten Briefkästen, die überall rumhängen, sondern in Spezielle. Davon gibt es in Mailand 16 Stück. Hier ist eine Karte, wo diese zu finden sind. Meistens stehen sie an diesen Souvenirständen. Nach Drei Wochen sind die Postkarten allerdings noch immer nicht angekommen. EDIT: Nach knapp 5 Wochen kamen die Postkarten an. Vergleicht man das mit den 36 Stunden, die die Postkarten aus Kopenhagen brauchten, würde ich fast empfehlen, zur Post zu marschieren um dort  Briefmarken zu kaufen und deren Service zu nutzen. Vielleicht sind die ein bisschen schneller.

isabella-blume-milan-italy-travelblogger-duomoisabella-blume-mailand-milano-italy-travelblogger-vegan-unterwegs

Wer war schon mal in Mailand und hat noch mehr Tipps, die sich nicht wirklich googlen lassen? 

PS: 5. Es heißt am Morgen/Tag Buongiorno und am Abend Buonasera. Niemals nie heißt es Buenos días. Weder morgens, noch Abends. ;)

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply Flo 25. April 2016 at 20:55

    Wenn man Sprachen unterscheiden kann, weiß man, dass „Buenos días“ Spanisch und nicht Italienisch ist. :DDDD

    • Reply Lara 26. April 2016 at 11:07

      Ja, „wenn“. :D
      Wenn man verpennt morgens um 7 zum Frühstück geht, dann rutscht einem auch schonmal das Bonjour raus. :D

  • Reply Kathi 26. April 2016 at 6:49

    Verrückt, dass man nicht einen so großen Schein wie man eben dabei hat in den Automaten stecken kann :D
    In Mailand war ich noch NIE, bin aber immer sehr glücklich über nicht-googlebare Tipps für sämtliche Ziele auf der Welt, damit kann man wenigstens was anfangen im Gegensatz zum 10.000sten: 10 things to do Post (ja ,da bin ich auch schuldig haha). Vielleicht sollt ich so was auch mal machen :D

    • Reply Lara 26. April 2016 at 11:06

      Musste wieder aus der U-Bahn Station hoch, einkaufen gehen, damit ich genug Kleingeld für den Automaten hatte. Die Packung Oreos war jetzt aber auch kein Weltuntergang. :D
      Ich glaube ja, dass es genau die 10-Dies-Das-Posts sind, die letzen Endes das ausschlaggebende Fünkchen sind, die einen dazu bewegen genau dort hin zu fahren, wenn man sich nicht entscheiden kann. Bin aber trotzdem immer froh drum, wenn da nicht einfach die X Sehenswürdigkeiten aufgezählt werden, die jeder Reiseführer kann.

  • Reply Salaspils Memorial & Rigaer Ghetto | ISABELLA BLUME 15. Juni 2017 at 15:05

    […] hatte. Ich habe mich sehr geärgert, dass ich über die Stadt einfach zu wenig erfahren konnte. Ich brauche meine Recherchen. Muss soviel wissen wie nur möglich und das im Vorfeld. Und ich hätte mir gewünscht, vorher mehr […]

  • Leave a Reply