Monthly Recap: Januar – Vom Müll vor der eigenen Haustüre und „Bom dia Lisboa“

20. Februar 2019

Der Januar ist rum.  Der Februar beinahe auch schon. 

Wie schon in den vergangenen Jahren, hat es mich auch diesmal wieder weit weg von Zuhause verschlagen. Für meinen inneren Grinch ist es das beste, wenn ich nach den Feiertagen verschwinde und erst wieder auftauche, wenn mein inneres Gleichgewicht wieder hergestellt ist. (Hält zwar nicht lange an, aber die Bubble in der man sich die drei Tage befindet  sind es allemal wert.) 

Wo ging es hin? Lissabon…. und wie bei vielen neuen Gegenden hab ich mich auch hier gefragt, warum ich nicht schon ehr hergekommen bin. Lag vermutlich aber auch an den 15°C+ Anfang Januar. Es hat ziemlich gut getan, in der Sonne zu sitzen, während die daheimgebliebenen im „Schnee“ „versunken“ sind. Dass ich meinen Rückflug einen Tag nach hinten verschieben musste, weil am Flughafen Düsseldorf gestreikt wurde… um es mit den Worten meiner Chefin zu sagen: „es gibt schlimmere Orte als Lissabon, an denen man fest steckt.“ 

Mehr Details zu Lissabon gibt des demnächst in einem separaten Beitrag. Mehr hat mich etwas anderes nicht geschockt, aber nachdenklich werden lassen.  Oben auf dem Cristo ist mir erstmal aufgefallen, was für eine unfassbar riesige Schmutzglocke über der Stadt hängt. Schon aus dem Flugzeug heraus fiel auf, dass die Sicht trotz blauem Himmel nicht wirklich klar war. Ich weiß nicht, ob es mit der „Hitzewelle“ von 15+°C zusammen hing, dass Saharasand über Portugal hing, oder ob es tatsächlich immer so ist. 

Nachgedacht

Bis vor kurzem dachte ich wirklich, dass Deutschland ein fortschrittliches Land sei, also bis auf das Gesundheitssystem, das Schulsystem, die öffentlichen Verkehrsmittel, Internet und der Tatsache, dass Müll klauen strafbar ist. Vorweg: ich habe mich noch nie mit dem beschäftigt, was passiert, nachdem ich meinen Müll ordnungsgemäß in den dafür vorgesehen Tonnen entsorge. Ich wünschte ich hätte es… 

Nachdem mir den Tour-Guide in Stockholm schon erzählte, dass ein Teil des Deutschen Mülls von den Schweden aufgekauft und verwertet wird, war ich zugegebenermaßen etwas irritiert. Aber sind halt die Schweden. Der Elon Musk in Europa. Immer drei Schritte voraus. Als kurz vor Weihnachten dann allerdings die Nachricht rumging, dass China keinen europäischen unsortierten Müll mehr importieren wird, war ich zugegebenermaßen sehr irritiert. Deutschland recycelt nicht selbst? 

(Plastik-) Müll wird als Wirtschaftsgut gehandelt. Natürlich, aus allem kann man ein Geschäft machen. Aber warum muss unser Müll, ans andere ende der Welt verschifft werden um dort recycled zu werden? Wieso muss unser Müll in eine Gegend der Welt verschifft werden, wo Fußballfeld große Müllteppiche im Meer schwimmen und die Strände mehr Müll als Sand enthalten? Wieso kümmert man sich nicht zuerst einmal um den Dreck vor der eigenen Haustüre, bevor man sich um den Dreck anderer kümmert?

Gilt auch für andere Themen. 

#getyourshittogether - Update

Gelesen

Klassiker, der aktuell überall zu finden ist: Das Café am Rande der Welt: Eine Erzählung über den Sinn des Lebens*

Wie in meiner Bucket List 2019 schon angekündigt ist mein einziger Vorsatz für dieses Jahr, meinen Alltag zu sortieren. Arbeit, Uni und Co. trennen. Feste  Zeiten finden zum abschalten, lesen oder nichts tun. Was schon in den übelsten Prüfungsphasen keine gute Idee war: der Laptop im Bett. Lernen bis zum Umfallen, dann quer im Bett einschlafen neben eben jenem Laptop und vermutlich noch Tellern und der Kaffeetasse. Die Prüfungsphasen habe ich nicht mehr, trotzdem findet vieles eben am Laptop statt und den nehme ich gut und gerne mit ins Bett. Ist halt bequemer. Das iPhone hat schon diese Night-Shift Funktion, bei der die blauen Lichtwellen „raus gefiltert“ werden, die einen wach machen. Mein Laptop hat es nicht.** Wäre vielleicht ein Schritt in Richtung zeitig einschlafen. 

Meinen Sinn des Lebens habe ich noch nicht gefunden, dafür einige interessante Denkansätze bekommen. Das Buch ist recht dünn und liest sich ziemlich schnell weg. Definitiv zu empfehlen. 

*Affiliate-Link
**geschrieben am Laptop – im Bett

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