Rezept: Linsengemüseburger

3. Oktober 2016

Seit ich unter die Pflanzenfresser gegangen bin, habe ich vermutlich nichts so schätzen gelernt, wie Haferflocken. Sei es nur mal schnell als Müsli mit getrockneten Früchten und Schoko, zur Banane im Joghurt, mit etwas mehr Aufwand, gekocht als Brei oder als meine weltbesten veganen Pancakes. Hauptsache schön süß. Dass sie aber auch nicht-süß einsetzbar sind, darauf wär ich anfangs im Leben nicht gekommen. Von den Hafer Experten von Die Alleskörner bekam ich ein Paket diverser Haferprodukte zugeschickt, mit denen ich mich in der Küche ausprobieren sollte. Gesagt, getan. Jetzt wo der Herbst anklopft, macht das ‚in der Küche stehen‘ endlich auch wieder mehr Spaß. Ich habe mich die letzten Wochen nämlich fast ausschließlich von Rohkost mit Hummus ernährt. (Und von Pizza.) Und weil ich mal etwas nich-süßes ausprobieren wollte, entschied ich mich für Linsenburger. Alles Burgerartige was es im Laden zu kaufen gibt, enthält meistens irgendeine Art von Weizen und viele andere  Inhaltsstoffe, mit denen ich nichts anfangen kann.

Wie also aus diesen Körnern, was deftiges wird, das gibt es unten….

PS: Das Rezept meiner heißgeliebten Hafer-Erdnuss-Kekse gibts demnächst. Hab sie leider weggefressen, bevor ich Fotos machen konnte.

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Kleine Haferkunde:

Eigentlich war ich immer der Auffassung, dass Hafer genau das gleiche ist, wie auch Dinkel und Weizen und andere Getreidearten. Wächst aufm Feld, hat Körner, muss geerntet werden, schmeckt nur anders. Pustekuchen. Hafer ist um einiges glutenärmer, als Dinkel, was wiederum glutenärmer ist, als Weizen. Daher ist Hafermehl auch ehr ungeeignet fürs Backen, da das Gluten (Klebereiweiß) fehlt.

Um es kurz zusammen zu fassen, Hafer kann: Biotin – für Haut, Haare und Nägel, B Vitamine – für die Nerven, Eisen, Magnesium, Zink… und einiges mehr. In ausführlicher Fassung hier zu lesen.

Mein vermutlich liebstes Haferprodukt ist allerdings der Haferdrink mit Mandel von Smelk/Kölln. Nachdem ich vermutlich schon alles pflanzliche in meinen Kaffee und oft dann direkt weiter ins Spülbecken gekippt habe, freut sich mein Magen wieder über die tägliche Überdosis Kaffee.

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Wir brauchen für ca. 15 Stück:

  • 1 Tasse rote Linsen
  • 1/2 Tasse Haferflocken (fein)
  • 1/2 Tasse rote Bohnen
  • 3 EL TK Petersilie
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Tomatenmark
  • viel Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe.. und alle Gewürze die der Schrank so her gibt
  • Öl
  • optional: Zwiebel, Möhre, Mais, Erbsen, Chili…
  1. Linsen kochen. Wenn du keine roten Linsen hast dann nimm andere. Die solltest du dann vor der Weiterverarbeitung aber pürieren, da sie nicht so auseinander fallen, wie die Roten. Überschüssiges Wasser wird vorher natürlich weggekippt. (Oder aufgefangen, falls das Endprodukt zu trocken wird.)
  2. Wenn die Linsen gut sind, mit allen anderen Zutanten in eine Schüssel geben und zu einer homogenen Pampe verarbeiten. Die roten Bohnen vorher evtl. etwas klein drücken. Hier ist der Punkt, an dem auch anderes mit dazu gegeben werden kann. Geraspelte Möhre, Mais, Chili, Erbsen, Zwiebel… etc. Die Zwiebeln vielleicht vorher mit den Linsen kochen oder in einer separaten Pfanne anbraten.
  3. Sollte die ganze Masse noch immer zu matschig sein, dass man sie nicht ordentlich formen kann, dann einfach noch einige Haferfocken dazu geben. Ist die Masse zu trocken, dann etwas von dem abgefangenen Linsenwasser dazu geben.

Wenn du beim abschmecken denkst: „Scheiße, das waren zu viele Gewürze.“ genau dann sind es genug.

Am besten schmecken sie frisch und lauwarm. Aber auch zwei Tage später kann man sie noch essen, dann aber evtl. mit einem Glas Wasser an der Seite. ;)

Weitere teils außergewöhnliche Rezepte mit Hafer gibts hier.

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