Was willst du denn in Riga?

18. September 2016

„Irgendwie sieht alles gleich aus. Wo sind wir wohl jetzt? Noch Deutschland? Schon Polen oder doch auf der Höhe von Litauen oder Estland? Vielleicht doch schon Lettland?“

Auf dem Flug nach Riga hing ich am Fenster wie eine platte Mücke. Versuchte zu erraten wo die Ländergrenzen sind, wo wir uns grade befinden, aber irgendwie sah alles gleich aus. Bäume, Gewässer, Äcker. Hier und da kleine Dörfer an Straßenkreuzungen. Irgendwann dann das Meer und ein sehr kurzes Nickerchen. Hallo Riga.

Auf dem Weg zum Flughafen in Berlin habe ich versucht mir die lettische Hauptstadt vorzustellen. Es hat nicht funktioniert. Die „östlichste“ Ecke, die ich bisher besucht habe, war Berlin. Mir fehlte schlicht der Vergleich und auch wenn ich vorher die Google Bildersuche malträtierte, ich verließ ohne jegliche Vorstellung, was mich erwarten würde, das Flugzeug in Riga. Und ich wurde überrascht.

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In ganz Lettland wohnen ca. 2 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Allein im Londoner Zentrum wohnen schon 3,3 Millionen. Und natürlich merkt man das. Was ich allerdings ehr als positiv empfunden habe. Riga ist nicht von Touristen überlaufen. Man wird nicht totgetrampelt und muss keine Angst haben, dass einem die Touristen jedes Bild versauen, weil sie nur im Weg rumstehen.

Irgendwo las ich, dass ein Tag in Riga reicht um die Stadt gesehen zu haben. Auch wenn Riga keine klassische Touristenhochburg ist, kann man da schon ein bisschen mehr sehen, als drei Museen und zwei Statuen.

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MARKTHALLEN

Die Markthallen sind die vier runden Gebäude unten links auf dem Bild ganz oben. Stellt euch irgendetwas essbares vor, ihr werdet es dort vermutlich finden. Fleisch, Fisch, Eingelegtes, Gewürze, Nüsse, Gemüse, Obst…. einfach alles. Und wenn es sich nicht in den Hallen befindet, dann draußen auf hunderten kleinen Ständen, auf denen Obst und Gemüse frisch aus dem Garten verkauft werden. 40 Cent für ein Kilo Kartoffeln, 70 Cent pro Kilo Monstermelone oder 80 Cent das Kilo Paprika. Und über all dem lag ein Hauch von Dill. Mein persönliches Schlaraffenland.

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LATVIJAS AKADEMIE DER WISSENSCHAFT

Sobald ich eine neue Stadt besuche, muss ich auf einen Turm klettern und mir die Stadt von oben ansehen. Das geht in Riga an einigen Punkten. Dem Fernsehturm, der Petrikirche (kleinerer Turm rechts) oder in diesem Fall, der 17. Stock der Lettischen Akademie der Wissenschaft. Für 5 Euro geht es mit dem Aufzug nach oben und man teilt sich die Plattform mit maximal drei weiteren Menschen. Weil wenig los ist.

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Adresse: Akademijas laukums 1, Riga, LV-1050, Lettland
Öffnungszeiten: 08:00 – 22:00

BREMER STADTMUSIKANTEN

Eine der zwei Statuen in Riga. (IRONIE) Die Bremer Stdtmusikanten stehen direkt an der St. Petri-Kirche. Warum sie mitten in Riga stehen könnt ihr hier nachlesen.

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NATURKUNDEMUSEUM

Kennste eins, kennste alle. Ich möchte mich eigentlich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich würde an der Stelle mal behaupten, dass ohnehin kein Museum an das Natural Hisory Museum in London heran kommt und man deshalb einfach dort hin fahren sollte. Der Eintritt in das Museum in Riga kostete 1,14 Euro für Studenten. Normale Tickets kosten etwa das doppelte.

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Adresse: K.Barona 4, Rīga, Lettland

ALBERTA IELA

Allein für die Reaktion von Mutter Blume auf die Häuser, musste ich in die Alberta Iela. Wunderschönste restaurierte Jugendstilhäuser. Teilweise wurde allerdings dran gebaut und man durfte diese noch viel schöneren grünen Netze bewundern. Auch das Jugendstilmuseum befindet sich in der Straße.

Eine weitere Straße in Riga mit vielen alten Häusern in dem Stil ist die Elizabetes iela.

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GEBURTSKIRCHE

Von außen recht hübsch, von innen hingegen Geschmackssache. So viel Gold ist zwar beeindrucken, es blendet aber auch. Viel interessanter fand ich den toten Heiligen der zugedeckt in einer Ecke lag. Seine Glasvitrine wurde zur Hälfte von einem Tuch verdeckt und mir zuckte es in den Fingern, Mäuschen zu spielen um zu sehen, ob der echt war. Da ich Anstand habe, bin ich unter den bösen Blicken einer alten Lady von dannen gezogen.

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Dies ist nur einer kleiner Teil aus vier Tagen Riga und Umgebung. Die Stadt hat ihren eigenen Charme. Besonders die teils wirklich alten Häuser und engen Gassen in der Altstadt haben es mir angetan. Dadurch, dass alles recht nah beieinander liegt, sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel, zumindest im Zentrum, nicht nötig. Für eine Fahrt zahlt man am Automaten 1,15 Euro. Und dabei scheint es auch egal zu sein, wie weit man fährt. Diese sogenannten e-Tickets werden im Bus entwertet und können am Automaten wieder aufgeladen werden. Zahlt man direkt beim Busfahrer, kostet eine Fahrt 2 Euro. Für das Geld bekäme man in Essen nicht mal eine Kurzstrecke für drei Haltestellen. In Riga kommt man für 1,15 Euro mit dem Bus zum 45 Minuten entfernten Flughafen. (Bus 22)

Und was will ich sonst noch so in Riga?  Das erzähle ich in Teil 2 bis 2137412.

Welche Stadt oder welches Land hat euch überrascht? Positiv wie negativ?

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1 Comment

  • Reply Die Welt von oben: Aussichtsplattformen 2016 - Kopenhagen, Mailand, London, Riga | ISABELLA BLUME 4. Dezember 2016 at 0:40

    […] allen Türmen hat mich dieser vermutlich am meisten überrascht. Allgemein hat mich Riga in vielem überrascht. Mit einem Lift fährt man in den 15. Stock und muss dann noch die ein oder andere Treppe laufen um […]

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