Vegan unterwegs: Pfannenzauber, Aachen

3. Dezember 2017

Ich war noch nie in Aachen und wenn Marie dort nicht wohnen würde, hätte mich vermutlich auch nichts dort hinverschlagen. Ich mag keine Printen, weder mit, noch ohne Schokolade und den Dom hätte man sich notfalls auch in der Google Bildersuche ansehen können. Notfalls, schöner ist es natürlich immer in der Realität. Und auch wenn Marie und ich seit vermutlich gut 8 Jahren fast täglich auf irgendeiner Weiser kommunizieren, ohne Bildschirm ist es dann doch irgendwie besser.

Zum Glück fährt ein RE von Essen nach Aachen durch, sodass ich endlich mal in Ruhe, die Gebrauchsanweisung von meiner neuen Kamera lesen konnte… Andere Geschichte. 
pfannenzauber aachen dom

Das faszinierende am Aachener Dom ist, dass die einzelnen Teilbauten in unterschiedlichen Epochen errichtet wurden. In den vergangenen 1200 Jahren wurde der Dom durch verschiedene Abschnitte erweitert. Auch innen ist er ziemlich beeindruckend. Steht dort der Karlsschrein von 1215 und der noch älterer Barbarossaleuchter hängt von der Decke.

Wenn man, wie ich, aus dem Ruhrgebiet/Essen kommt, dann ist alles, was aus der Zeit vor dem Krieg stammt sehr eindrucksvoll. Während des Kriegs wurde hier fast alles dem Erdboden gleich gemacht und nach ’45 als hässliche Klötze wieder aufgebaut. 

Der eine Teil des Doms erinnert ein wenig an die eine Kirche in Kopenhagen und den anderen Teil hab ich doch schonmal in Mailand gesehen. Für mich sinds genau diese Kleinigkeiten, die mich auch in den hundertsten heiligen Tempel ziehen… Der Weihnachtsmarkt ist verdamt groß. Solltet ihr noch einen Tag Zeit haben, dann geht ihn euch angucken. Es gibt viel zu futtern und noch mehr kleine Stände. Aber: auch wenn Aachen an der holländischen Grenze liegt, ihr braucht Wanderschuhe und Steigeisen. Mindestens.

Manchmal frage ich mich, wo ich war, als ich Geographie studiert habe…

Kommen wir zum eigentlichen Thema, weswegen wir hier sind:

@Pfannenzauber, Aachen
pfannenzauber aachen dom

Und weil Marie super ist, hat sie mich nicht nur ein bisschen in der Aachener Innenstadt rumgeführt, Geschichten von Karl dem Großen erzählt, sie hat mich auch zum Essen ausgeführt. Für uns gings ins vegane Restaurant Pfannenzauber.

Für mich gab es einen Burger mit Pommes. Ok, es war ein Burgerchen, aber vollkommen ausreichend. Das Patty bestand unter anderem aus Roter Beete und Kohlrabi. Die Majo hat einen guten Schuss Knoblauch abbekommen und der Ketchup schmeckte nach Apfelmus. Alles irgendwie neu, aber sehr lecker. Mit 8,50 Euro kein Schnäppchen, aber im vergleich mit anderen veganen Läden, noch vollkommen im Mittelfeld.

Tatsächlich häng ich noch immer am nach Apfelmus schmeckenden Ketchup. Einerseits mehr als Gewöhnungsbedürftig und ich spielte kurz mit dem Gedanken, ihn nicht zu meinen heiligen Pommes zu essen, aber andererseits bin ich so fasziniert davon, dass der Ketchup eine Konsistenz wie Ketchup hatte, aber massiv nach Apfel schmeckte. Und ja, ich muss das demnächst mal selbst ausprobieren…

Adresse: Pfannenzauber, Suermondtplatz 12, 52062 Aachen

Habt ihr mal Apfelketchup gegessen? 

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