Rezept: veganer »zuckerfreier« Schoko-Walnuss-Kuchen

17. Mai 2017

Zucker ist schlecht. Das wissen wir alle, wer aber wie ich für Süßes bis zum Ende der Welt gehen würde, der muss kreativ werden, wenn er nicht dick und fett und ohne Zähne enden möchte. Vor einigen Jahren habe ich mich an Stevia versucht, aber bis auf einen Pelz im Mund, hat mir das Zeug nichts gebracht. Mit Stevia kann man nicht backen!

Datteln sind auch süß, aber eine ziemliche Schweinerei, wenn man sie jenseits des Standmixers benutzen möchte, zudem noch schwer zu dosieren. Agavendicksaft ist auch nicht die gesündeste Alternative, Reissirup ist nicht süß genug und teuer obendrauf und Koksblütensirup und -zucker schmeckt zwar ziemlich gut, kostet aber auch die Hölle. Zusätzlich sind das natürlich auch nicht die kalorienärmsten Zutaten.

Und dann kam Xucker.

Xucker ist mir eigentlich schon eine ganze Weile ein Begriff, da es aber vorwiegend auf Fitnessblogs oder bei Instagram aufgetaucht ist, war es für mich immer irgendein Chemiekram zwischen Proteinriegeln, Stoffwechselkuren und anderem „healthy“ Quatsch. Tipp: Erst erkundigen, dann in eine Schublade stecken.

Xucker wird durch Prozesse aus Holz- oder Maisfasern gewonnen. Ich kann mir nicht vorstellen wie aus Holz etwas entstehen soll, was original aussieht wie Zucker und auch süß ist, aber scheinbar funktioniert es. Xucker funktioniert. Was ich von dieser Zuckeralternative halten soll, das weiß ich noch nicht. Das Zeug ist zu schön um wahr und vor allem gesund zu sein. Es muss irgendwo einen Haken haben. Aber was ist heute eigentlich schon gesund?

Die Umrechnungsrate von Xucker zu Zucker ist: 1g Xucker entspricht 0,7g Zucker. 

Ich habe zuvor noch nie mit Apfelmus gebacken. Zwar zich Rezepte dazu angeguckt und abgespeichert, aber nie selber ausprobiert. Bis ich zu meinem Geburtstag einen richtigen Kuchen bekam, in dem Apfelmus verbacken wurde. Und natürlich hat man nichts raus geschmeckt. Genauso wenig wie man aus meinen Schokomuffins die Avocado rausgeschmeckt hat.

Wer fancy drauf ist und es mag, kann auch einen Teil des Apfelmus‘ gegen einen richtigen Apfel ersetzen. Ich persönlich steh nicht auf gebackene Äpfel. Der Kuchen schmeckt nach Weihnachten. Also haben wir mit aktuell 30°C draußen die besten Voraussetzungen für desen Kuchen.

Wir brauchen: 

  • 250 g Dinkelmehl
  • 150 g Xucker
  • 150 g gehackte Walnüssel oder Mandeln oder Haselnüsse oder von allem etwas
  • 1 Pk Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL gemahlene Mandeln
  • 5 EL Backkakao
  • Vanille
  • 250 g Apfelmus (mit Birne)
  • 50 ml geschmolzenes Kokosöl (ca. 2 EL festes)
  • 50 ml Milch
  • Puderzucker oder Schoko

To Do: 

Die Zutaten von oben nach unten nacheinander vermischen. Ich benutze immer die kleinen Gläser Apfelmus von dm oder Rossmann. Theoretisch könnte man auch einfach das ganze Glas benutzen und dafür wenier Öl und Milch dazu geben. Allgemein ist die Milch am Ende ohnehin nur für die Konsistenz. Der Teig sollte nicht flüssig sein. Der Löffel soll im Teig stecken können, ohne umzukippen. Wer den Xucker gegen richtigen Zucker ersetzt, muss natürlich weniger Flüssigkeit benutzen.

In einer Kastenform dauert der Kuchen bei mir ca. 40 Minuten bei 175 °C. Innen hat er eine leichte Browniekonsistenz. Wer ihn wie richtig „trockenen“ Kuchen haben möchte, lässt ihn noch etwas länger im Ofen.

N juten.

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